Beiträge von _SR_

    Dennoch wird aber mit einem „Wertverbrauch“ kalkuliert. Deswegen sind chinesische Marken auch unfassbar teuer im Leasing, weil der Restwert völlig unklar ist. Mein D+ Plasma hatte einen Startwert unter 30 und eine Restwerterwartung über 20, deshalb ist meine Leasingrate auch ziemlich gut. BMW und andere Hersteller machen das genauso, Herabsetzung des Listenpreises bei gleichzeitiger hoher Restwerterwartung. Damit ist die Differenz relativ gering und man bekommt gute Deals raus. Der Kilometerbeitrag an der Rechnung ist dann nur ein zusätzlicher Faktor.


    Klar, der Kunde trägt am Ende kein Risiko sondern die Bank. Aber dennoch spielt der antizipierte Restwert rein in die Gleichung. Und je nach Deal dann halt auch der Startwert des Autos. Der war bestimmt bei den Launch Editions künstlich niedriger, bei späteren freien Konfigurationen höher, wodurch höhere Leasingbeiträge zusammen kommen.

    Natürlich wird der kalkuliert. Niemand behauptet etwas anderes. Bei KM-Leasing ist dieser Restwert von Anfang an fix. Meine Aussage bestand auch nicht am Anzweifeln des Restwerts sondern daran, welche Variabilität dieser Restwert nach Abschluss des Leasingvertrags hat - nämlich keinen, weil alles fix . Beim Barkauf und Weiterverkauf nach 3 Jahren sieht das natürlich komplett anders aus - wir können das gerne im Leasing-Thread weiter erörtern, aber nicht hier. Wichtig - wir reden immer von KM-Leasing, nicht von Restwertleasing.


    Entscheidend ist doch der Fahrzeugzustand, der wohl in den Restwert einfließt. Da weiß keiner, was in der Leasingzeit das Fahrzeug alles durchmacht. und am Ende der Laufzeit auf den km Stand schielen zu müssen, das ich nicht großartig drüber bin oder das Auto schon stehen lassen muß.

    Dann fahr ich lieber unsere gekauften Fahrzeuge, kann tun und lassen was ich will und verkaufe die wenn es ich es will.

    Wir haben noch 10 und 3 Jahre alte E Autos ( den 5 Jahre alten haben wir gerade verkauft) am fahren und ehrlich gesagt soviel außer super Schnellladen , mehr Reichweite, neues Design und immer neue Software und Assisysteme ist es unterm Strich nicht.

    Das ist nicht korrekt. Der kalkulatorische Restwert bleibt gleich. Es kann bei Übergabe aber natürlich passieren das Schäden wertmindernd angerechnet werden und du nachzahlen musst. Das Argument ist dann immer "Niedrigerer Wiederverkaufswert, das muss der Leasingkunde zahlen", aber das hat auf dein Leasing-Restwert keinen Einfluss. Auch hier - gerne weiter im Leasing-Thread.


    Grüße

    Sven

    Woher weißt du welchen Restwert du beim Leasing bekommst. Da gab es in der Vergangenheit hier und da schon böse Überraschungen.

    Das soll jeder für sich entscheiden, jedem seine eigene Religion.

    Du "bekommst" keinen Restwert beim Leasing. Deswegen verstehe ich die Frage nicht. Jeder klar denkende Autokäufer wird KM-Leasing machen, dabei ist der Restwert für den Kunden nicht relevant. Beim KM-Leasing hast du Kosten, und die lassen sich auf den Cent rechnen.


    Grüße

    Sven

    Zitat von Chris_bwkl

    Möchte das Thema hier nicht Breit treten. Jeder so wie er mag :)

    Aber du rechnest mit einem Leasingfaktor von 1,25. Das ist tatsächlich nen sehr schlechtes Angebot ;) Da kommt man logischerweise beim Kauf besser weg.

    Umzug aus dem eher unpassenden Konfi/Preis-Thread hierhin.


    Das kann ich so leider nicht stehen lassen.

    Der Begriff Leasingfaktor bezieht sich immer auf den Listenpreis (zumindest beim Neuwagenleasing). Somit haben wir einen Leasingfaktor von ca. 1,0. Ich habe hier mehrere Angebote vorliegen, die unterscheiden sich nur marginal - mal 10 euro mehr, mal 10 Euro weniger. Ich will gar nicht sagen daß da ein gutes Angebot war - genauso kann man auch argumentieren das mehr als 20% Nachlass auf den Listenpreis gehen.


    Grüße

    Sven

    Interessante Frage. Die Antwort darauf kann dir aber keiner geben weil niemand Stand heute den Restwert nach Zeitraum X kennt. Denn - auch im Leasing sind Zinsen eingerechnet (das können durchaus auch 5 oder 6% sein), d.h. auch Leasing enthält Cost of Money.


    Aber rechnen wir das mal durch - ich weiss, das ist off-topic, aber evtl. für den einen oder anderen interessant der sich gerade mit der Frage beschäftigt.


    Nehmen wir mal unseren VZ mit Listenpreis von ca. 45.000 Euro. Mit ca. 20% Nachlass landen wir bei ca. 36.000 Euro. Nehmen wir weiterhin der Einfachhalt halber 36 Monate als Zeitraum.


    Durch die Barzahlung verliere ich Gewinne aus der Anlage von 36.000 Euro. Um halbwegs sicher zu sein das ich auch wirklich Gewinne mache investiere ich bewußt in dem Beispiel nicht in einen ETF sondern in Tagesgeld - sind wir mal optimistisch und nehmen für den gesamten Zeitraum 3% Zinsen an. Da kommen rund 3300 Euro Gewinn raus, ggfs. abzüglich Steuern - runden wir der Einfacheit mal auf 3000 Euro ab. Das ist die Summe, die mir entgeht durch den Barkauf.


    Nehmen wir das Leasingangebot, was mir vorliegt. Die Rate ist auf 36/10 ohne Anzahlung rund 450 Euro. Das Auto kostet mich also über die 36 Monate 36 * 450 Euro, d.h. 16.200 Euro. Danach stehe iich dann ohne Auto da und muss mich um Ersatz kümmern. Da ich aber vorher die gedachte Kaufsumme angelegt habe kann man die 3000 Euro von den Kosten abziehen - ich stehe also in Summe 13.200 Euro im Minus. 16.200 Euro Kosten minus 3.000 Euro Zinsgewinn.


    Ich bin also 3 Jahre Auto gefahren und habe am Ende 22.800 Euro aus diesem Beispiel gezogen. D.h. 36.000 Euro angelegt, 3.000 Euro Zinsen bekommen, 16.200 Euro Leasingkosten gehabt.


    Der Barzahler steht nach den 3 Jahren mit dem Auto und 0 Euro da.


    Und jetzt wirds interessant - wenn sich der Barzahler jetzt entscheidet das Auto zu verkaufen - was bekommt er dafür? Wenn es mehr als 22.800 sind - Gewinn gegenüber Leasing. Sind es weniger - Verlust.


    Natürlich sind hier Faktoren wie Liquidität, Flexiblität etc. außer acht gelassen, das ist mir klar. Was ich aber damit sagen will: Wenn man die Wahl zwischen Barzahlung und Leasing hat ist die Frage weniger wer schlauer mit seinem Geld umgeht sondern wie das Restwertrisiko eingeschätzt wird und wie lange das Auto gefahren werden soll.


    Grüße

    Sven

    Moin,


    kurz Info zu unserer Bestellung, evtl. für den einen oder anderen interessant.


    Haben uns nach einiger Überlegung für Barkauf entschieden, ist mit Abstand die flexibelste Lösung. Wir haben auf einen guten, aber nicht voll ausgestatteten VZ knapp 20% bekommen. Fand ich schon erschreckend (und erfreulich gleichzeitig ;-)) viel für ein gerade vorgestelltes Auto.


    Gibt keine Förderung, insofern wurde die auch nicht irgendwo verrechnet.


    Grüße

    Sven