Wenn man sich ein wenig mit Vision Zero der EU auseinandersetzt wird klar warum das alles gemacht wird.
Bis 2050 soll es im Straßenverkehr möglichst gar keine Toten und Schwerverletzten mehr geben.
Unfallforscher belegen seit Jahren, dass über 90 % der schweren Unfälle auf menschliches Fehlverhalten und kurze Momente der Ablenkung zurückgehen.
Selbst bei „nur“ zwei Sekunden Blick auf die Landschaft oder ins Display legt man auch auf einer Landstraße bei 100 km/h über 55 Meter im absoluten Blindflug zurück.
Systeme wie der Travel Assist sind rechtlich und technisch reine Assistenten – sie unterstützen, können aber unvorhersehbare Hindernisse, verlorene Ladung oder plötzliche Spurwechsel anderer (noch)nicht zuverlässig abfangen.
Am Ende geht es hier nicht darum, mündige Bürger zu gängeln, sondern vor allem unbeteiligte Dritte zu schützen.
Wenn man das so schaut gab es auch vor der Einführung der Gurtpflicht eine ähnliche Diskussion. Mittlerweile ist das zum Glück Konsens. ![]()
Ich finde wie die VW-AG das mittlerweile umsetzt ist schon deutlich angenehmer als so mancher Chinese, der nach einer Zehntelsekunde warnt.
Wie heißt es so schön in der Philosophie: Die Freiheit des Einzelnen endet, wo die Freiheit des anderen beginnt.
Und genau darum geht es letztlich auch beim Aufmerksamkeitsassistenten.
Ein bisschen Solidarprinzip schadet uns da allen nicht- gerne auch wieder öfter abseits der Straße.