Alles anzeigenIch verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, warum man sich gegen die Installation einer festen Wallbox entscheidet, wenn die Möglichkeit dazu besteht (z. B. als Hausbesitzer oder mit einem kooperativen Vermieter).
Für den neuen R5 meiner Mutter haben wir eine neue Unterverteilung in der Garage installieren lassen – inklusive FIs und Leitungsschutzschaltern für Steckdosen, Beleuchtung sowie zwei Wallboxen und eine Easee-Wallbox (auf 11 kW gedrosselt, wegen zusätzlicher 22kW Freigabe Netzbetreiber) inklusive Fernsteuereinrichtung nach § 14a EnWG, komplettem E-Check und der vorgeschriebenen Lademessung.
Gesamtkosten: 3.500 €.
Von den Gesamtkosten lassen sich fast 2.000 € (für die reinen Arbeitskosten) im Rahmen der Handwerkerleistungen über die Einkommensteuer geltend machen.
Das sind gerade einmal rund 10 % des Neuwagenpreises – und die Investition amortisiert sich über die günstigen Heim-Strompreise bei uns bereits nach ca. 30.000 km.
Lädt man zusätzlich eigenen PV-Strom, geht das sogar noch deutlich schneller.
Zudem muss man – wie joba bereits geschrieben hat – auch bei jeder mobilen Ladelösung die Fähigkeiten des Stromnetzes im Gebäude beachten.
Ein E-Check der Zuleitung und Steckdosen, wie auch die Übereinstimmung der Herstelleranforderungen sollte hier meiner Meinung nach das absolute Minimum sein.
Zu §14 EnWG:
Ladeeinrichtungen mit einer Leistungsaufnahme unter 4,2 kW sind von der Regelung ausgenommen. Das heißt: Wer rein über eine Schuko-Steckdose lädt, ist fein raus.
Alle steuerbaren Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen, Klimageräte, Stromspeicher und eben auch Wallboxen mit mehr als 4,2 kW Ladeleistung müssen jedoch seit 01.01.2024 über eine Möglichkeit zur Leistungsregelung verfügen.
Dabei spielt es rechtlich leider keine Rolle, ob dort eine fest verdrahtete Wallbox oder eine CEE-Steckdose hängt, die primär als Ladeeinrichtung genutzt wird.
Wenn im Haus ohnehin schon ein HEMS (z. B. wegen Speicher oder Wärmepumpe) vorhanden ist, kann das Drosselsignal der Netzbetreiber meist einfach per API an die Ladebox weitergegeben werden.
Ich habe keine PV - Anlage sondern nur ein Balkonkraftwerk.
Zudem ist das Auto geleast und mein erstes E - Auto. Ich möchte nicht gleich mehre tausend Euro investieren nur um die Karre laden zu können, wenn es bereits Ladelösungen für um die 100 Euro gibt.
Amortisiert sich über die günstigen Heimstrompreise? Du meinst gegenüber einem Verbrenner?
Wärmepumpe oder Speicher habe ich ebenfalls nicht ![]()
Will die Karre einfach nur mal laden zu Hause wenn der Strom günstig ist, da ich einen dynamischen Stromtarif habe.
Für mich macht es absolut keinen Sinn, für mehre tausend Euro ne Wallbox installieren zu lassen. Dann muss ich schon extrem viel fahren damit sich das gegenüber einem Verbrenner erstmal wieder rechnet.